Magenbypass (Roux-Y-Gastric-Bypass)

Zur Bildung eines Magenbypasses wird ein kleiner Vormagen gebildet, an welchen eine Dünndarmschlinge angeschlossen wird. Diese vereinigt sich 150cm später mit dem Dünndarmschenkel, der die Verdauungssäfte transportiert, so dass eine Verdauung von Eiweissen und Fette erst nachgeschaltet stattfindet.

Diese „Umleitung“ der Nahrung ist der Schlüssel des Erfolges. Hierdurch findet eine Veränderung hormoneller Regelkreisläufe statt, die einen positiven Effekt auf metabolische Erkrankungen haben, wie zum Beispiel Diabetes.

Der zu erwartende Gewichtsverlust ist vergleichbar mit dem des Schlauchmagens. Ein weiterer positiver Effekt betrifft das Sodbrennen, da ein saurer Rückfluss in die Speiseröhre nach der Operation nicht mehr möglich ist.

Darstellung Adipositaschirurgie: Magenbypass Operation gegen Fettleibigkeit beim Menschen mit krankhafter Adipositas. Der Effekt der Gewichtsreduktion beruht vor allem darauf, dass durch die Umstellung der Dünndarmlängen weniger Energieträger (Fette, Zucker, Proteine) durch die Nahrung in den Körper aufgenommen werden. Bei der Adipositas (Fettleibigkeit, Obesitas, Fettsucht) handelt es sich um eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht. Der Verdauungstrakt (Verdauungsapparat, Apparatus digestorius) umfasst die Organe die der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen, um diese letztlich zu verdauen und die darin enthaltenen Nährstoffe für den Körper verwertbar zu machen, zusammen. Als Verdauung (Digestion) bezeichnet man den Aufschluss der Nahrung im Verdauungstrakt mit Hilfe von Verdauungsenzymen.
Grafik: MediDesign Frank Geisler

Das Ärzte-Team

Prof. Dr. Oliver Drognitz

Klinikdirektor

OA Dr. Alexander Ernst

Facharzt für Chirurgie
Bereichsleiter Adipositaschirurgie

Dr. Ursula Fischer Ernst

Fachärztin für Chirurgie
Fachärztin für Viszeralchirurgie

Dr. Christoph Fischer

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie