Kardiologie, Intensivmedizin und Angiologie
Implantation eines Defibrillators (ICD-Implantation)
Wie wird ein Defibrillator implantiert?
Der Arzt führt die Elektrode normalerweise über die linke Schlüsselbeinvene in das Herz ein. Das ICD-Aggregat wird unter dem Brustmuskel platziert. Die Spitze der Elektrode liegt direkt an der inneren Herzwand an. Nachdem die Elektrode platziert wurde, wird sie getestet, um sicherzustellen, dass sie Ihre Herzsignale deutlich wahrnimmt. Die Elektrode wird dann fixiert und an das ICD-Aggregat angeschlossen.
Während der Operation wird das ICD-System getestet, in dem eine Arrhythmie im Herzen ausgelöst wird, was dem ICD ermöglicht, den Rhythmus zu erkennen und das programmierte Behandlungsschema abzugeben. Bevor der Patient das Krankenhaus verlässt, wird das ICD-System noch einmal abgefragt und endgültig programmiert.
Leben und Umgang mit Defibrillatoren
Das Leben nach einer Defibrillatorimplantation sollte sich nach abgeschlossener Wundheilung und bei richtiger Einstellung des Gerätes kaum von dem Leben vor dem Eingriff unterscheiden. Für Patienten mit einem implantierten Defibrillator ergibt sich eine zusätzliche Sicherheit, da lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern, Kammertachykardie) durch das Gerät nun unmittelbar erkannt und behandelt werden. So sollten Sie wieder, im Rahmen Ihrer individuellen Möglichkeiten, ein normales Alltagsleben führen können.
Wichtige Hinweise
- Nehmen Sie Blutverdünner (z.B. Xarelto, Pradaxa oder Eliquis) ein? Diese Medikamente sollten einen Tag vor dem Eingriff abgesetzt werden.
- Marcumar (INR ca. 2) sowie ASS können, wie gewohnt, weiter eingenommen werden.
Bitte am Aufnahmetag beachten / mitbringen:
- Bitte melden Sie sich bei der Patientenaufnahme, Zimmer A.024.
- Einweisungsschein für die stationäre Behandlung (keine Überweisung)
- Krankenkassenversichertenkarte
- Aktuelle Befunde
- Schrittmacher- / ICD-Ausweis (falls vorhanden)
- Bitte kommen Sie am Aufnahmetag nüchtern!






