Klinik für Augenheilkunde
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Die Makula ist die Region der Netzhaut, die für das scharfe Sehen verantwortlich ist. Im Alter kann es an diesem Ort durch Stoffwechselstörungen auf beiden Augen zu einem fortschreitenden Sehverlust kommen.
Symptome
Die Sehverschlechterungen machen sich als grauer Fleck bemerkbar. Betroffene sehen verzerrt und Farben werden blass.
Ursache
Im Bereich der Macula kommt es zur Ablagerung von Stoffwechselendprodukten („Abfallstoffen“). Können die Ablagerungen nicht abgebaut werden, stört die Anhäufung das reibungslose Funktionieren der betroffenen Stelle auf der Netzhaut. Man spricht von einer „trockenen Makuladegeneration“.

Trockene AMD mit Ablagerungen (Drusen) im Bereich der Makula
Bild: Eyeland Design

Schematische Darstellung von Drusen
Bild: Eyeland Design
Kommt es zur Bildung neuer, instabiler Gefäße, kann aus diesen defekten Gefäßen Flüssigkeit in oder unter die Netzhaut austreten. Bei dieser „feuchten Makuladegeneration“ kommt es zur raschen Sehverschlechterung. Die Gefahr für Blutungen unter der Netzhaut ist erhöht.

Feuchte AMD mit Blutungen im Bereich der Makula
Bild: Eyeland Design

Schematische Darstellung der neugebildeten Gefäße
Bild: Eyeland Design
Der größte Risikofaktor für eine Makuladegeneration ist das Alter. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Zur Risikogruppe gehören auch Menschen, die direkte Familienangehörige mit AMD haben. Nikotinkonsum, Bluthochdruck und eine einseitige Ernährung gelten als weitere Risikofaktoren.
Therapie
Die genannten Risikofaktoren müssen gedrosselt werden. Empfohlen wird deshalb zum Beispiel, mit dem Rauchen aufzuhören oder den Blutdruck auf Normalwerte einzustellen. Weiterhin wird mit dem Patienten die Zufuhr von Antioxidantien (Vitamin C, E, Betacarotin) diskutiert.
Falls es schon zum Austritt von Flüssigkeit in oder unter die Netzhaut gekommen ist, kann die Sehschärfe durch eine wiederholte Gabe sogenannter Anti-VEGF Substanzen stabilisiert werden.
Die Neubildung krankhafter Gefäße wird dadurch verhindert, der Austritt von Flüssigkeit wird verringert. Die Gabe dieser Substanzen ins Auge ist meist mehrfach notwendig.
Welche Therapieform für Sie geeignet ist, erfahren Sie bei einem Beratungsgespräch in unserer Augenambulanz.
Kann man sich selbst auf AMD überprüfen?
Durch einen einfachen Selbsttest mithilfe des Amsler Gitters lassen sich die eigenen Augen regelmäßig kontrollieren.
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Wie erstellt der Augenarzt die Diagnose?
Je nach Befund, den die Netzhautuntersuchung an der Spaltlampe ergeben hat, wird der Augenarzt weitere Untersuchungen wie eine Optische Kohärenztomographie oder eine Fluoreszenzangiographie (Darstellung der Netzhautgefäßfunktion mittels eines Farbstoffes) veranlassen.






