Schlauchmagen (Sleevegastrektomie)

Zur Bildung eines Schlauchmagens werden über 2/3 des Magens entfernt. Das Volumen des Restmagens beträgt hiernach ca. 100ml, so dass eine frühe Sättigung nach Nahrungsaufnahme erreicht wird.

Der Eingriff ist eines der gängigsten Verfahren in der adipositaschirurgischen Therapie. Bei hohen BMI-Werten von über 60kg/m² ist die Schlauchmagenbildung die erste von zwei Operationen.

Der zu erwartende Gewichtsverlust ist abhängig vom Ausgangsgewicht sowie vom Ernährungsverhalten bzw. Umsetzen der Ernährungstherapie und Ausweitung der Bewegungstherapie.

Bei starkem Sodbrennen beziehungsweise einem bereits insulinpflichtigen Diabetes ist ein Magenbypass eher zu empfehlen.

Gastrointestinaltrakt mit Schlauchmagen bei Adipositas des Menschen zum Dünndarm. Bei der Adipositas (Fettleibigkeit, Obesitas, Fettsucht) handelt es sich um eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit starkem Übergewicht. Der Verdauungstrakt (Verdauungsapparat, Apparatus digestorius) umfasst die Organe die der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport der Nahrung dienen, um diese letztlich zu verdauen und die darin enthaltenen Nährstoffe für den Körper verwertbar zu machen, zusammen. Als Verdauung (Digestion) bezeichnet man den Aufschluss der Nahrung im Verdauungstrakt mit Hilfe von Verdauungsenzymen.
Grafik: MediDesign Frank Geisler

Das Ärzte-Team

Prof. Dr. Oliver Drognitz

Klinikdirektor

OA Dr. Alexander Ernst

Facharzt für Chirurgie
Bereichsleiter Adipositaschirurgie

Dr. Ursula Fischer Ernst

Fachärztin für Chirurgie
Fachärztin für Viszeralchirurgie

Dr. Christoph Fischer

Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie