Funktionsdiagnostik

PH-Metrie Impedanzmessung

Sodbrennen ist ein häufiges Problem in unserer Gesellschaft. Bei ca. 5 – 10 % der Bevölkerung liegt eine Refluxerkrankung der Speiseröhre vor, die dauerhaft Beschwerden bereitet und die Lebensqualität einschränkt. Bei einem hohen Anteil der Refluxpatienten findet sich jedoch endoskopisch keine sichtbare Entzündung (sog. Refluxösophagitis). Es handelt sich um die sogenannte nicht-erosive Refluxerkrankung (NERD).

Ein Teil der Refluxpatienten spürt bereits den natürlichen Reflux der Magensäure als Schmerz (sog. Hypersensitiver Ösophagus). Darüber hinaus führt in vielen Fällen ein verstärkter Säurereflux nicht zum typischen Sodbrennen, sonder äußert sich „versteckt“ durch chronische Heiserkeit, nächtlichen Husten oder sogar refluxbedingtes Asthma.

Zur weiteren Abklärung dieser Symptomatik / Erkrankungen dient die Langzeitsäuremessung (24-h-pH-Metrie). Hierbei wird eine dünne Sonde durch die Nase in die Speiseröhre eingeführt. An der Spitze der Sonde sitzt eine Elektrode, die kontinuierlich den pH-Wert misst. Die Messwerte werden in einem mit der Sonde verbundenen Datenträger abgespeichert und später in einen Computer überspielt.

Da allerdings auch der nicht saure Reflux von Verdauungssäften in die Speiseröhre Beschwerden bereiten kann, kann man auch diesen seit einiger Zeit durch eine sog. Impedanz-Messung bestimmen.

In modernen Geräten, wie sie auch an beiden Standorten unserer Klinik zur Verfügung stehen, können beide Messungen kombiniert durchgeführt werden.

Adolf Kroeber

Oberarzt Leitung Funktionslabor

Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Facharzt für Allgemeinmedizin