Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie
Funktionsdiagnostik
Dünndarmkapselendoskopie
Zur endoskopischen Untersuchung des Dünndarmes, insbesondere bei unklarer Eisenmangelanämie oder okkulter gastro-intestinaler Blutung, gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit einer Dünndarmkapselendoskopie. Auch in unserer Klinik steht an beiden Standorten die neueste Generation der Kapselendoskopie (Given PillCam SB 3) zur Verfügung.
Es handelt sich hierbei um eine 26 x 11 mm große Kapsel, die der Patient mit etwas Wasser schlucken muss. Sie enthält eine Lichtquelle, einen Sender sowie eine Chip-Kamera, die 2 bis 8 Bilder pro Sekunde sendet. Diese werden von einem Dekoder, den der Patient in einem Gürtel bei sich trägt, gespeichert.
Nach einem Aufzeichnungszeitraum von ca. 9 bis 10 Stunden (in aller Regel ist dann der Dünndarm vollständig passiert) wird der Dekoder entfernt und mit einem Computer verbunden, der dann anhand der gespeicherten Bilder einen Videofilm erstellt.
Die Kapsel wird auf natürlichem Wege über den Darm ausgeschieden und selbstverständlich nicht wieder verwendet. Sie muss daher auch nicht „abgefangen“ werden.
Lässt sich durch die Kapselendoskopie eine Läsion im Dünndarm sichern, dann kann mit einem Ballonenteroskop (Olympus SIF 180 single ballon), welches an beiden Standorten unserer Klinik zur Verfügung steht, diese Erkrankung (über Gewebeproben) weiter diagnostiziert oder behandelt werden (z.B. durch Verödung von Blutschwämmchen, sog. Angiodysplasien, einer möglichen Blutungsquelle im Dünndarm).

Adolf Kroeber
Oberarzt Leitung FunktionslaborFacharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Facharzt für Allgemeinmedizin





