Geriatrisches Zentrum

Geriatrische Syndrome

Charakteristisch für die Geriatrie sind bestimmte Problem­konstellationen, sogenannte Syndrome, die keinem medizinischen Bereich direkt zugeordnet werden können und ganz unterschiedliche Ursachen haben können.

Die Einschränkungen geriatrischer Patienten sind körperlicher, kognitiver oder auch emotionaler Art – bedingt durch altersphysiologische Veränderungen und gegebenenfalls schon manifeste oder zumindest latente Schädigungen von Körperstrukturen oder Funktionen.

Häufig spielen auch Medikamenten­neben­wirkungen eine wichtige Rolle. Die Patienten weisen eine erhöhte Vulnerabilität infolge der physiologischen Altersveränderungen auf, dazu kommen eine verringerte Anpassungs­fähigkeit sowie eine begrenzte Kompensations­fähigkeit.

Die geriatrischen I’s

Die wichtigsten geriatrischen Syndrome werden auch die geriatrischen I’s genannt:

  • Immobilität (inklusive Sturzneigung)
  • Instabilität (z.B. erhöhte Vulnerabilität bez. Stoff­wechsel­ent­gleisungen)
  • Inkontinenz (Harn und Stuhl)
  • Intellektueller Abbau (leichte kognitive Einschränkung / Demenz)
  • Inappetenz
  • Insomnie (Schlafstörungen)
  • Isolation (Einsamkeit)
  • Infektanfälligkeit
  • Inflammation (Entzündungsprozesse)
  • Impotenz
  • Impaired eyes and ears (Seh- und Hörstörungen)
  • Irritables Kolon (Reizdarm)
  • Impecunity (Armut)
  • Iatrogene Schädigung (Polypharmazie)

Ebenso wichtig sind:

  • Malnutrition (Fehl- und Mangelernährung), Sarkopenie,
  • Frailty-Syndrom
  • Dysphagie (Schluckstörung)
  • Dekubitus und chronische Wunden
  • chronische Schmerzen
  • Kommunikationsstörungen
Klinikdirektor
Dr. Sebastian Baron
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